Accio Piano Trio
Klaviertrio
„…beeindruckten mit meisterhaftem Zusammenspiel."
Biografie
Das Accio Piano Trio — Christina Scheicher (Klavier), Clemens Böck (Violine) und Anne Sophie Keckeis (Violoncello) — zählt zu den profiliertesten Klaviertrios seiner Generation. Das Repertoire reicht von Mozart und Schubert bis ins 21. Jahrhundert, mit besonderem Schwerpunkt auf Werken von Komponistinnen.
2013 an der Universität Mozarteum Salzburg gegründet, formierte sich das Ensemble 2018 in seiner Stammbesetzung neu und absolvierte ab 2020 das gemeinsame Masterstudium Kammermusik an der HMDK Stuttgart bei Martin Funda und Florian Wiek mit einstimmiger Auszeichnung. Es ist Preisträger des Carl-Wendling-Wettbewerbs (1. Preis 2023), der Internationalen Brahms-Wettbewerbe in Gdánsk (2. Preis 2022) und Pörtschach (3. Preis 2024) sowie des Festivals Musica Juventutis (2015 und 2017 mit Auftritten im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses). Stipendiat von Live Music Now Salzburg seit 2014, hat das Trio inzwischen über 200 Konzerte gespielt — quer durch Europa, in den USA, China, Georgien und im Senegal, viele davon in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Kulturforen.
Bei Elysium Concerts ist das Accio Piano Trio am 27. März 2026 mit einem Programm im Johannissaal von Schloss Nymphenburg zu erleben, das Mozart-Trio-Fragmentsätze mit Werken großer Komponistinnen kontrastiert: Cécile Chaminades Klaviertrio Nr. 2 in a-Moll, Lili Boulangers „D’un matin de printemps“, Mélanie Bonis’ „Soir – Matin“ op. 76 sowie Kelly-Marie Murphys „Give me Phoenix Wings to Fly“.
Im Gespräch
Was reizt euch an der Programm-Architektur eures Elysium-Konzerts?
Wir stellen Mozart-Trio-Fragmente bewusst neben Werke von Komponistinnen aus drei Jahrhunderten — das ist programmatisch ungewöhnlich und gleichzeitig konsequent. Die zwei Mozart-Fragmente sind formale Skizzen geblieben, die Werke der Komponistinnen daneben sind vollendet, oft viel länger nicht gespielt. Diese Spannung interessiert uns mehr als der hundertste Beethoven-Trio-Abend.
Cécile Chaminades Klaviertrio Nr. 2 ist das größte Werk eures Programms. Warum gerade dieses?
Chaminade war zu Lebzeiten eine der bekanntesten Komponistinnen Frankreichs — heute ist ihr Klaviertrio in a-Moll fast vergessen. Es hat eine emotionale Dichte und harmonische Sprache, die ihre männlichen Zeitgenossen kaum übertreffen. Es zu spielen heißt für uns, ein Werk zurück ins Repertoire zu holen, in das es gehört.
Ihr habt das Trio 2013 in Salzburg gegründet und seitdem über 200 Konzerte gespielt. Was hat sich in den zwölf Jahren verändert?
Vor allem das gemeinsame Hören. Drei Menschen, die zwölf Jahre miteinander spielen, entwickeln eine Sprache, die nicht mehr verbal funktioniert — ein Blick reicht, manchmal eine Atembewegung. Diese Vertrautheit ist auch der Grund, warum wir uns nach einer Phase mit wechselnden Cellisten 2018 wieder als Gründungsbesetzung zusammengetan haben.
Was bedeutet euch die Zusammenarbeit mit den Österreichischen Kulturforen für eure internationale Konzerttätigkeit?
Sie hat uns Konzerte ermöglicht, die wir privat nie hätten realisieren können — von Georgien bis in den Senegal. Vor Ort entstehen oft Begegnungen mit lokalen Musiker:innen oder Studierenden, und das bereichert unser Verständnis dafür, was klassische Kammermusik außerhalb Europas bedeuten kann. Diese Reisen prägen unser Spiel langfristig.
Was unterscheidet den Johannissaal in Schloss Nymphenburg für ein Klaviertrio?
Im Klaviertrio sind drei sehr unterschiedliche Klangkörper im Spiel — Konzertflügel, Violine, Cello. Räume mit zu viel Hall verdecken diese Unterschiede; ein zu trockener Saal lässt sie hart wirken. Der Johannissaal hat genau das richtige Maß, um die Stimmen klar nebeneinander stehen zu lassen, ohne dass eine die andere übertönt.