Simon Luethy
Violine
„…eine gestalterische Tiefe, die ihresgleichen sucht…"
Biografie
Der deutsche Geiger Simon Luethy lebt in München und ist Gründer und künstlerischer Leiter von Elysium Concerts. Sein Repertoire reicht von der Wiener Klassik bis ins 20. Jahrhundert, mit besonderem Gespür für klangfarbenreiche Solo- und Kammermusik.
2000 in Augsburg geboren, erhielt Luethy seinen ersten Unterricht bei Margret Niklas und Jorge Sutil, wurde Jungstudent bei Zakhar Bron und studiert seit 2012 bei Kirill Troussov; sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München schloss er bei Christoph Poppen ab und setzt es derzeit als Master bei Lena Neudauer fort. Mehrfacher Wettbewerbssieger — u.a. Grand Prix und Publikumspreis beim „Young Paganini“, Preise bei „Andrea Postacchini“ und „New York Artists Association“ — debütierte er in der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, im Herkulessaal und der National Concert Hall Dublin. 2021 erschien sein Debüt-Album „Impressions“ mit Alexandra Troussova bei Genuin. Im Dezember 2025 wurde er mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Kategorie Musik ausgezeichnet. Er spielt seit 2017 auf einer Violine von Nicola Gagliano (Neapel, 1765) als private Leihgabe und unterrichtet seit 2018 als Gründer der Violin Academy.
2024 gründete Simon Luethy Elysium Concerts und führt die Reihe seitdem als künstlerischer Leiter. In der Saison 25/26 ist er in fünf Programmen im Johannissaal von Schloss Nymphenburg auf der Bühne: „Groove Europa“, „Aurora“, „ZwischenWelten“, „Nie Wieder Ist JETZT“ und „La Vida“. Sein Anliegen mit Elysium Concerts ist es, klassische Musik in einem historischen Saal mit kammermusikalischer Nähe und programmatischem Mut neu erlebbar zu machen.
Im Gespräch
Du hast Elysium Concerts 2024 gegründet — was war der Auslöser?
Ich wollte eine Reihe schaffen, in der das, was ich als Kammermusiker am liebsten mache, eine eigene Bühne bekommt — ohne Kompromisse beim Programm, ohne austauschbare Konzertformate. Schloss Nymphenburg hat dafür den idealen Saal: historisch, akustisch direkt, kammermusikalisch im richtigen Maßstab. In Saison 25/26 stehe ich selbst in fünf der Programme auf der Bühne — genau die Mischung aus Künstler und Veranstalter, die ich wollte.
In der Saison 25/26 spielst du fünf sehr unterschiedliche Programme. Welches reizt dich am meisten?
Schwer zu sagen — jedes hat seinen eigenen Charakter. „Aurora“ mit Anjulie Chen und Kokoro Ryu ist musikalisch das introvertierteste, „La Vida“ mit Lilian Akopova und Matthias Well das energiegeladenste, „Nie Wieder Ist JETZT“ das politisch wichtigste. Aber „ZwischenWelten“ mit Marie Hauzel — Mozart, Liszt, Corigliano, Debussy in einem Abend — ist programmatisch vielleicht am wagemutigsten.
Du spielst seit 2017 auf einer Gagliano von 1765. Was bedeutet dir dieses Instrument?
Eine Gagliano ist nicht laut, sondern präsent — sie verlangt, dass man jeden Ton bewusst gestaltet. Für ein Programm wie „La Vida“ oder „Aurora“, wo die Klangfarben im Vordergrund stehen, ist das ideal. Es ist eine private Leihgabe, was mir bewusst macht, dass ich hier Verantwortung für ein Stück Musikgeschichte trage.
Du hast 2025 den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg erhalten. Was bedeutet das für dich, gerade in deiner Geburtsstadt?
Augsburg ist die Stadt, in der ich angefangen habe Geige zu lernen — bei Margret Niklas. Dass die Stadt Jahre später mein Schaffen würdigt, schließt für mich einen Kreis. Es ist nicht nur Anerkennung für mich persönlich, sondern auch Rückenwind für Elysium Concerts.
Was unterscheidet den Johannissaal in Schloss Nymphenburg für dich von anderen Sälen, in denen du gespielt hast?
Ich habe in der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie und der National Concert Hall Dublin gespielt — das sind alles Räume, in denen Klang funktioniert, aber die Distanz zum Publikum bleibt groß. Der Johannissaal ist das genaue Gegenteil: kammermusikalische Nähe, historische Würde, jede Phrase zählt sofort. Genau deshalb ist es der Saal von Elysium Concerts.
Konzerte mit Simon Luethy
Groove Europa
Schloss Nymphenburg, Johanissaal
„Groove Europa“ nimmt dich mit auf eine klangliche Reise quer durch den Kontinent!
Ticket & Info
Aurora
Schloss Nymphenburg, Johanissaal
Eine musikalische Reise in drei Bildern: Erwachen, Aufbruch und Hoffnung.
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ZwischenWelten
Schloss Nymphenburg, Johanissaal
Ein Abend, an dem sich Klangwelten wie farbige Fäden verweben.
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Nie Wieder Ist JETZT
Schloss Nymphenburg, Johanissaal
Ein musikalisches Zeichen für Menschlichkeit, Erinnerung und Versöhnung.
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La Vida
Schloss Nymphenburg, Johanissaal
Ein Abend für Entdecker! Frisch und voller musikalischer Raffinesse.
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