Gabriel Fauré (1845–1924)
Klavierquintett Nr. 1 in D-Moll, op. 89
Über das Werk
Gabriel Fauré arbeitete fast zwanzig Jahre an diesem Quintett. Erste Skizzen entstanden um 1887; vollendet und veröffentlicht wurde es 1906, als Fauré bereits Direktor des Pariser Conservatoire war. Zwischendurch verwarf er das Material mehrfach.
Das Ergebnis klingt nach nichts von dieser Mühe. Das Werk beginnt mit einem gleichmäßig fließenden Klavierpuls, über dem die Streicher eine Linie entfalten, die kaum je stehenbleibt. Fauré verzichtet auf dramatische Kontraste; die Musik entwickelt sich, statt sich zu behaupten.
Das Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello dauert etwa dreißig Minuten. Ein zweites folgte 1921, drei Jahre vor seinem Tod.