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Anton Webern (1883–1945)

Langsamer Satz für Streichquartett

Komponiert
1905
Besetzung
2 Violinen, Viola, Violoncello
Dauer
ca. 10 Minuten

Über das Werk

Anton Webern schrieb den „Langsamen Satz“ 1905, mit 21 Jahren, kurz nach einer Wanderung durch das niederösterreichische Waldviertel mit seiner späteren Frau Wilhelmine Mörtl. In seinem Tagebuch notierte er über diese Tage, es sei ein Wandeln in unendlicher Schönheit gewesen.

Das Stück steht am Anfang seines Wegs und klingt nach allem, was er später hinter sich ließ: satte Spätromantik in der Nachbarschaft von Brahms und dem frühen Schönberg, bei dem Webern damals studierte. Von der äußersten Verknappung seiner reifen Werke – Sätze von unter einer Minute – ist hier nichts zu ahnen.

Zu Lebzeiten wurde der Satz nie gespielt. Die Uraufführung fand 1962 in Seattle statt, siebenundfünfzig Jahre nach der Niederschrift und siebzehn Jahre nach Weberns Tod. Er dauert etwa zehn Minuten und ist heute sein meistgespieltes frühes Werk.

Konzerte mit Langsamer Satz für Streichquartett