Gegründet im Jahr 2022, ist das Motus Quartett ein internationales Streichquartett mit Sitz in Wien. Es besteht aus den Geigern Tim de Vries und Karla Križ, der Bratschistin Erin Pitts und dem Cellisten Domonkos Hartmann. Das Ensemble formierte sich während des Studiums in Wien, wo die Musikerinnen und Musiker derzeit bei Johannes Meissl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) studieren.
Weitere künstlerische Impulse erhielt das Quartett von Hatto Beyerle, Valentin Erben, Eckart Runge, Oliver Wille, Gregor Sigl, Mitgliedern des Jerusalem Quartet und des Danish String Quartet sowie von Peter Schuhmayer, Marc Danel, Minna Pensola und Patrick Jüdt.
Eine besonders prägende Erfahrung ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit György Kurtág. Gemeinsam mit dem Komponisten arbeitet das Quartett intensiv an mehreren seiner Werke, darunter die 12 Microludes für Streichquartett op. 13, ebenso wie an Musik von Béla Bartók und Franz Schubert. Darüber hinaus arbeitete das Ensemble auch mit dem Arditti Quartet zusammen.
Im Mai 2026 wurde das Motus Quartett beim 12. Osaka International Chamber Music Competition, einem der heute führenden Wettbewerbe, mit dem 1. Preis sowie vier Sonderpreisen ausgezeichnet. Im März 2025 gewann das Ensemble den 1. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines frühklassischen Werkes beim 10. Internationalen Joseph Joachim Kammermusikwettbewerb in Weimar. Im September 2025 erhielt es beim Trondheim International Chamber Music Competition den 3. Preis, den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks sowie den Sonderpreis der Jury. Zudem wurde das Ensemble im November 2025 mit dem 1. Preis beim mdw Great Talent Award Powered By Christian Zeller ausgezeichnet. Bereits 2023 gewann das Quartett bei der Internationalen Sommerakademie der mdw (ISA) zwei Preise: den Artis Quartet Award und den Viennese Classicism Award.
Das Motus Quartett ist Teil der European Chamber Music Academy (ECMA) und nimmt regelmäßig an Musethica-Sessions in ganz Europa teil. Debüts führten das Ensemble unter anderem ins Konzerthaus Wien, in den Musikverein Wien, ins Concertgebouw Amsterdam, in die Suntory Hall in Tokio und in die Wigmore Hall in London. Zuletzt gastierte das Quartett in weiten Teilen Europas, Asiens, Afrikas und Nordamerikas.
Im weiteren Jahresverlauf kehrt das Quartett in die Suntory Hall zurück und geht auf eine umfangreiche Tournee durch Japan. Anschließend folgen eine Nordamerika-Tournee mit Konzerten in New York City, Washington D.C. und Ottawa sowie eine Tournee im Rahmen der Honolulu Chamber Music Series. In diesem Sommer gibt das Quartett außerdem sein Debüt bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen in Baden-Württemberg, beim Schumannfest in Düsseldorf und beim Herbstgold Festival in Eisenstadt, kuratiert von Julian Rachlin.
Tim de Vries spielt eine Violine von Lorenzo Storioni aus Cremona von 1793. Karla Križ spielt eine zusammengesetzte Andrea-Guarneri-Violine aus Cremona aus dem 17. Jahrhundert. Erin Pitts spielt eine Bratsche von Julia Maria Pasch aus Wien von 2019. Domonkos Hartmann spielt ein Violoncello von Raffaele und Antonio Gagliano aus Neapel von 1850, das zuvor von Valentin Erben, Cellist des Alban Berg Quartetts, gespielt wurde.