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Perpetuum Regensburg

Barockensemble

Perpetuum Regensburg, Barockensemble – Konzert bei Elysium Concerts im Schloss Nymphenburg München

Biografie

Perpetuum Regensburg ist ein Alte-Musik-Ensemble aus Regensburg, das sich der Historischen Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten und deren Nachbauten verschrieben hat. Sein Repertoire konzentriert sich auf Musik des 17. und 18. Jahrhunderts mit besonderem Fokus auf das musikalische Erbe der Stadt Regensburg.

Das Ensemble verbindet bekannte Meisterwerke des Barock und der Frühklassik mit selten gehörten Werken von Komponist:innen, die mit der Regensburger Musikgeschichte in Verbindung stehen, und arbeitet hierfür eng mit den musikwissenschaftlichen Instituten und Bibliotheken der Stadt zusammen. Der Name verweist auf die Faszination am Unmöglichen — Nikolaus Harnoncourt: „Unmöglichkeiten sind die schönsten Möglichkeiten“ — und auf das Bestreben, die zeitlose Aktualität jahrhundertealter Musik lebendig zu halten. Perpetuum Regensburg versteht sich nicht nur als Musikensemble, sondern auch als kultureller Botschafter der Regensburger Musiktradition.

Bei Elysium Concerts ist Perpetuum Regensburg am 19. Juni 2026 mit einem Programm im Johannissaal von Schloss Nymphenburg zu erleben, das die polnischen „Concerti Polonois“ Georg Philipp Telemanns (TWV 43:B3 und TWV 43:G7) mit Sonaten von Johann Friedrich Fasch, Joseph Riepel und Johann Gottlieb Goldberg verbindet — Werke aus der süddeutschen Hofmusik des 18. Jahrhunderts.

Im Gespräch

Was reizt euch am Programm, das ihr bei Elysium Concerts spielt?

Wir bringen polnisch inspirierte Telemann-„Concerti Polonois“ mit Werken aus der süddeutschen Hofmusik zusammen — das ist programmatisch ungewöhnlich und erzählt eine Geschichte: wie sich Stile im Barock zwischen Höfen und Regionen ausgetauscht haben. Riepel und Goldberg sind dabei Komponisten, die heute kaum gespielt werden, obwohl ihre Musik direkt mit der musikalischen Geschichte unserer Region verwoben ist.

Telemanns „Concerti Polonois“ stehen im Zentrum eures Programms. Was macht sie besonders?

Telemann hat in den 1700er Jahren längere Zeit in Polen verbracht und die Volksmusik dort sehr aufmerksam wahrgenommen. Diese „polnische“ Energie hat er in seine Kompositionen übertragen — die Concerti Polonois klingen barock, tragen aber einen tanzbaren, fast wilden Puls in sich. Wir spielen gleich zwei davon (B-Dur TWV 43:B3 und G-Dur TWV 43:G7), das zeigt die ganze Spannweite dieser Werke.

Ihr arbeitet bewusst mit den Bibliotheken und musikwissenschaftlichen Instituten in Regensburg zusammen. Wie sieht das konkret aus?

Vor jedem Programm gehen wir gemeinsam in die Quellenarbeit — wir prüfen Editionen, suchen nach Aufführungsanweisungen und finden manchmal Werke, die seit Jahrhunderten nicht mehr gespielt wurden. Die Stadt Regensburg hat eines der reichsten musikalischen Erben in Süddeutschland; vieles davon ist musikwissenschaftlich erschlossen, aber nicht klanglich. Genau dort setzen wir an.

Warum spielt ihr ausschließlich auf Originalinstrumenten oder deren Nachbauten?

Weil die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts für genau diese Instrumente komponiert wurde — mit ihren Klangfarben, Stimmungen und technischen Eigenheiten im Ohr. Auf modernen Instrumenten klingt vieles glatter, lauter, gleichförmiger. Die historischen Instrumente bringen eine Differenzierung zurück, die für uns zur Substanz dieser Musik gehört.

Was unterscheidet den Johannissaal in Schloss Nymphenburg für ein Barock-Ensemble?

Schloss Nymphenburg ist für ein Barock-Ensemble der ideale Resonanzraum — eine historische Architektur, in der unsere Originalinstrumente klingen wie für sie geschrieben. Der Johannissaal verbindet höfische Würde mit kammermusikalischer Nähe; das Publikum hört nicht nur Töne, sondern die Konstruktion der Klangsprache selbst. Solche Räume sind heute selten.

Konzerte mit Perpetuum Regensburg

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