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Sarasate: Navarra für zwei Violinen — Mitschnitt aus Schloss Nymphenburg

Zwei Violinen, ein Klavier und ein Tanz aus den Pyrenäen: Beim Konzert „La Vida“ im Juli 2026 stand Pablo de Sarasates Navarra auf dem Programm — ein Stück, in dem zwei Geigen nicht gegeneinander antreten, sondern miteinander. Der Mitschnitt aus dem Johannissaal von Schloss Nymphenburg ist jetzt online.

Ein Tanz, der zur Visitenkarte wurde

Pablo de Sarasate wurde 1844 in Pamplona geboren, mitten in Navarra. Er war einer der berühmtesten Geiger des 19. Jahrhunderts — Komponisten wie Camille Saint-Saëns und Max Bruch schrieben Werke für ihn. Was er selbst komponierte, schrieb er sich auf den Leib: Stücke wie die „Zigeunerweisen“ oder die Carmen-Fantasie leben von einer Virtuosität, die er auf der Bühne auch einlösen konnte.

„Navarra“ op. 33 trägt den Namen seiner Heimatregion. Zugrunde liegt die Jota, ein Paartanz aus Navarra und Aragón im schnellen Dreiertakt, den man dort auf Festen tanzt. Sarasate übersetzt ihn nicht in Konzertmusik, er behält die Schärfe: die abgerissenen Betonungen, die Wechsel zwischen Aufschwung und plötzlichem Innehalten.

Zwei Violinen, die dasselbe wollen

Das Ungewöhnliche an „Navarra“ ist die Besetzung. Doppelkonzerte für zwei Violinen gibt es seit Bach, aber sie sind selten — und meistens ist die Rollenverteilung klar. Hier nicht: Die beiden Stimmen sind gleichrangig, laufen in Terzen und Sexten nebeneinander her, übernehmen abwechselnd die Führung und fallen wieder zusammen.

Das verlangt etwas, das sich nicht üben lässt: eine gemeinsame Vorstellung davon, wann eine Phrase atmet. Zwei technisch perfekte Solisten können an diesem Stück scheitern, wenn sie einander nicht zuhören. Rund sieben Minuten dauert es — in der Fassung mit Orchester wie in der mit Klavier, die hier zu hören ist.

Wer spielt

Simon Luethy und Matthias Well an den Violinen, Lilian Akopova am Klavier. Aufgenommen beim Konzert „La Vida“ am 25. Juli 2026 im Johannissaal von Schloss Nymphenburg — einem Saal mit 96 Plätzen, in dem auch die letzte Reihe noch nah dran ist. Man hört es der Aufnahme an.

Live zu erleben

Die Saison 2026/27 bringt neun Konzerte ins Schloss Nymphenburg. Den Auftakt macht am 23. Oktober 2026 „Groove“ im Johannissaal: dreizehn Werke aus vier Jahrhunderten, alle im Tanzschritt — von Rameau über Vivaldi bis zu Schostakowitschs Jazz-Suite. Sarasates Navarra ist dort nicht dabei, das Prinzip aber schon: Musik, die vom Rhythmus her gedacht ist. Wenn du magst, sichere dir deine Karten früh — der Johannissaal fasst 96 Plätze.

Häufige Fragen

Was ist Sarasates „Navarra"?

Ein Konzertstück für zwei Violinen und Orchester, das Pablo de Sarasate nach seiner Heimatregion Navarra benannte. Grundlage ist die Jota, ein Paartanz aus Navarra und Aragón im schnellen Dreiertakt. Es trägt die Opuszahl 33 und dauert rund sieben Minuten.

Für welche Besetzung ist „Navarra" geschrieben?

Für zwei gleichrangige Violinen mit Orchester. Häufiger als die Orchesterfassung ist die Version mit Klavier — so auch in diesem Mitschnitt.

Wer spielt in diesem Konzertmitschnitt?

Simon Luethy und Matthias Well an den Violinen, Lilian Akopova am Klavier.

Wo wurde der Mitschnitt aufgenommen?

Im Johannissaal von Schloss Nymphenburg in München, beim Konzert „La Vida" am 25. Juli 2026.

Wann ist das nächste Konzert von Elysium Concerts?

Am 23. Oktober 2026 um 19:00 Uhr mit „Groove" im Johannissaal von Schloss Nymphenburg — dreizehn Werke aus vier Jahrhunderten, alle im Tanzschritt.

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