Sofiko Tchumburidze wurde in Mersin in der Türkei in eine georgische Musikerfamilie hineingeboren und ist eine vielseitige Violinistin, die gleichermaßen als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin tätig ist. Ihr Repertoire umfasst sowohl moderne Violine als auch Barockvioline.
Als Solistin trat sie unter anderem mit dem Presidential Symphony Orchestra of the Republic of Türkiye, dem Bursa Regional State Symphony Orchestra, dem Eskişehir Symphony Orchestra sowie dem Antalya State Symphony Orchestra auf. Als leidenschaftliche Kammermusikerin konzertierte sie gemeinsam mit herausragenden Künstlern wie Maxim Vengerov im Zorlu PSM, mit Julia Fischer sowie mit Avi Avital und dem renommierten Rustavi Ensemble beim Georgien-Festival in Schloss Elmau. Weitere Einladungen führten sie unter anderem zu den Salzburg Festival, dem Tsinandali Festival sowie dem Semmering International Summer Festival.
Ihre Konzerte wurden vom Bayerischer Rundfunk übertragen. 2024 veröffentlichte sie ihre Debüt-CD mit dem Mozarteum Orchestra Salzburg unter der Leitung von Howard Griffiths bei Alpha Classics.
Seit 2022 ist sie Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim und konzertierte mit dem Orchester in bedeutenden europäischen Musikzentren wie Berlin, Salzburg, Luzern, Köln und Ljubljana. Beim Georgien- Festival in Schloss Elmau arbeitete sie zudem erneut mit Avi Avital und dem Rustavi Ensemble zusammen.
Zu ihren Auszeichnungen zählen erste Preise beim Gülden Turalı National Young Musicians Violin Competition sowie beim Ana Chumachenco Competition. Darüber hinaus gewann sie mit ihrem Klaviertrio den ersten Preis beim 3. Nationalen Kammermusikwettbewerb der Türkei und wurde mit dem Meriç-Soylu-Preis der Konzertreihe İş Sanat Parlayan Yıldızlar ausgezeichnet.
Ihren ersten Violinunterricht erhielt Sofiko Tchumburidze im Alter von sechs Jahren bei ihrer Mutter Lily Tchumburidze am Staatskonservatorium der Universität Mersin. Seit 2018 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater München zunächst bei Lena Neudauer und anschließend bei Julia Fischer, in deren Klasse sie derzeit ihr Masterstudium absolviert. Zusätzlich studiert sie Barockvioline bei Mary Utiger. Weitere musikalische Impulse erhielt sie durch die Zusammenarbeit und Meisterkurse mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie Dora Schwarzberg, Pierre Amoyal, Dimitri Sitkovetsky, Mayumi Hirasaki und Cihat Aşkın.
Sofiko Tchumburidze ist Stipendiatin von ÇEV Sanat und spielt derzeit eine seltene Lorenzo-Ventapane Violine aus dem Jahr 1890, die ihr im Rahmen des Musikinstrumentenfonds-Wettbewerbs 2024 der Deutsche Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wurde.