Der Kammermusikabend „Saitenspiele“ bringt eine reizvolle Besetzung auf die Bühne: Der Gitarrist Leonard Becker trifft auf ein junges Streichquartett, bestehend aus Simon Luethy (Violine), Lucie Bartholomäi (Violine), Seonwoo Ryu (Viola) und Carlos Vidal Ballester (Violoncello). Gemeinsam widmen sich die Musiker Werken von Mendelssohn, Boccherini und Eduardo Angulo und erkunden die klanglichen Möglichkeiten zwischen zupfender Gitarre und streichenden Saiten.
Der 1999 in Deggendorf geborene Leonard Becker gewann 2021 den internationalen Andrés‑Segovia‑Wettbewerb in La Herradura und veröffentlichte noch im selben Jahr bei Naxos seine Debüt‑CD mit Kammermusik von Mario Castelnuovo‑Tedesco . Er studiert bei Franz Halasz an der Hochschule für Musik und Theater München und ist mehrfach ausgezeichneter Preisträger, u. a. Sieger des Gerhard‑Vogt‑Wettbewerbs 2019 und Zweiter beim Hannabach‑Solowettbewerb 2020 .
Simon Luethy, Jahrgang 2000, erhielt den Grand Prix und den Publikumspreis beim internationalen Wettbewerb „Young Paganini“ und wurde bei weiteren Wettbewerben wie „Andrea Postacchini“ ausgezeichnet . Er konzertierte u. a. in der Carnegie Hall, im Herkulessaal der Münchner Residenz, in der Berliner Philharmonie und in der National Concert Hall in Dublin; 2021 erschien seine Debüt‑CD „Impressions“ mit der Pianistin Alexandra Troussova beim Label Genuin . Luethy studierte bei Kirill Troussov und Christoph Poppen. Er spielt eine Violine von Nicola Gagliano aus dem Jahr 1765 .
Die sächsische Geigerin Lucie Bartholomäi begann im Alter von fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung und wurde früh in die Begabtenförderklasse des Freistaates Sachsen aufgenommen . Bereits mit zehn Jahren trat sie als Solistin mit der Vogtland‑Philharmonie und der Erzgebirgischen Philharmonie Aue auf . Sie gewann mehrere erste Preise bei „Jugend musiziert“ und wurde 2019 mit dem Sonderpreis des sächsischen Wissenschaftsministeriums für herausragende musikalische Leistungen geehrt . Ihre 2021 erschienene Debüt‑CD „female“ mit Werken von Clara Schumann, Louise Farrenc, Amy Beach und Rebecca Clarke wurde von der Kritik gefeiert und für den OPUS Klassik 2022 in drei Kategorien nominiert .
Seonwoo Ryu stammt aus Südkorea und setzt seit 2025 ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Roland Glassl fort . Zuvor absolvierte sie ihr Bachelorstudium an der Hanyang University in Seoul und war dort bis 2025 Stimmführerin der Universitätsorchester . Als Solistin trat sie sowohl mit dem Hanyang University Orchestra als auch bereits 2013 mit dem Seoul National Symphony Orchestra auf . 2019 gewann sie den dritten Preis beim Cecilia International Competition in Japan .
Der 2004 geborene Cellist Carlos Vidal Ballester studiert bei Julian Steckel an der Hochschule für Musik und Theater München, nachdem er zuvor bei Edgar Moreau und Jérôme Pernoo am Conservatoire de Paris ausgebildet wurde . Er wurde bei renommierten Wettbewerben wie dem Brahms‑Wettbewerb, dem Kodály‑Wettbewerb und Juventudes Musicales ausgezeichnet und gewann 2022 den „Fürst von Hessen“-Preis der Kronberg Academy . Vidal Ballester tritt bei Festivals wie Casalmaggiore, Les Vacances de Monsieur Haydn und dem Kronberg Festival auf und spielt ein englisches Cello aus den 1820er‑Jahren sowie einen Bogen von Charles Nicolas Bazin von 1875 .