Neujahrskonzert 2026 zum Nachschauen!
Manchmal genügen wenige Minuten Musik, um die Stimmung sofort zu verändern: heller, bewegter, wacher. Genau so wirkt Lili Boulangers „D’un matin de printemps“ – leichtfüßig, farbenreich und voller Energie.
Dieses Stück stammt aus unserem Aurora-Konzert vom 9. Januar 2026 – und wir freuen uns, dir das neueste Video daraus zu teilen. Wer nach klassischen Konzerten in München sucht und Lust auf eine besondere kammermusikalische Atmosphäre hat, ist bei Elysium Concerts genau richtig: Klassische Musik in München – persönlich kuratiert, nah am Publikum und an einem der schönsten Orte der Stadt: Schloss Nymphenburg.
Video: Boulanger Piano Trio | D’un matin de printemps
Wer war Lili Boulanger?
Lili Boulanger (1893–1918) war eine der frühesten Komponistinnen, die internationalen Erfolg in einer von Männern dominierten Musikwelt erreichten. 1913 gewann sie als erste Frau den begehrten Prix de Rome — mit gerade einmal 19 Jahren. Ihre kompositorische Sprache verbindet impressionistische Klangfarben mit klarer formaler Disziplin. Boulanger starb mit nur 24 Jahren an Tuberkulose; ihr Werkkatalog ist klein, aber von außergewöhnlicher Reife. Ihre Schwester Nadia Boulanger wurde später zur einflussreichsten Kompositionslehrerin des 20. Jahrhunderts.
Warum „D’un matin de printemps“ so besonders ist
„D’un matin de printemps“ („An einem Frühlingsmorgen“) vereint rhythmische Spritzigkeit mit schimmernden Farben – und bleibt trotzdem transparent, fast kammermusikalisch luftig. In der Triofassung entsteht ein Dialog, der ständig in Bewegung ist: kurze Impulse, feine Übergänge, plötzliche Lichtwechsel im Klang. Das Stück existiert in mehreren Fassungen (Klaviertrio, Violine + Klavier, Orchester) — Boulanger selbst hat es auf dem Sterbebett noch ihrer Schwester diktiert.
Gerade wenn man klassische Musik nicht nur „schön“, sondern lebendig und unmittelbar erleben möchte, ist dieses Repertoire eine fantastische Entdeckung. Für viele, die bei Klassik eher zuerst an die großen Namen denken, ist Boulanger oft ein Aha-Moment: modern, emotional, und doch direkt zugänglich.
Die Mitwirkenden des Aurora-Konzerts
Im Trio spielten Anjulie Chen (Klavier), Simon Luethy (Violine) und Kokoro Ryu (Violoncello). Anjulie Chen ist Stipendiatin der Yehudi Menuhin Live Music Now München und auf französisch-impressionistisches Repertoire spezialisiert — eine ideale Konstellation für Boulanger.
Wie es weitergeht
Wer Lili Boulanger und das Klaviertrio-Repertoire weiter entdecken möchte: Beim Accio Piano Trio am 27. März 2026 stand mit „D’un matin de printemps“ und Werken von Cécile Chaminade und Mélanie Bonis erneut ein Komponistinnen-Programm auf der Bühne. Der nächste Klaviertrio-Termin folgt dann am 25. Juli 2026 mit dem Programm La Vida — Lilian Akopova, Matthias Well und Simon Luethy spielen Schulhoff, Piazzolla, Milhaud, Ravel und Sarasate.
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