Melanie Larsson
Saxophon
Biografie
Die spanische Saxophonistin und Pianistin Melanie Larsson stammt aus Menorca und lebt in München. Sie bewegt sich zwischen klassischer Kammermusik, solistischen Auftritten und Crossover-Formaten.
In München ist Larsson Teil einer jungen klassischen Kammermusikszene und tritt in unterschiedlichen Besetzungen mit Streichern und Klavier auf. Das Saxofon ist seit dem späten 19. Jahrhundert in der klassischen Kammermusik präsent — von Bizet über Ravel bis zu zeitgenössischen Komponisten — und Larsson bewegt sich gezielt in diesem Repertoire-Bereich.
Bei Elysium Concerts ist Melanie Larsson am 8. Mai 2026 mit dem Erinnerungsprogramm „Nie Wieder Ist JETZT“ im Johannissaal von Schloss Nymphenburg zu erleben — gemeinsam mit Simon Luethy (Violine), Kairi Fuse (Viola), Thomas Haas (Cello) und Haruka Ogawa (Klavier). Der Abend kombiniert Werke von Arvo Pärt, Gideon Klein und Hans Krása mit Lyrik von Paul Celan und Zitaten Überlebender — ein musikalisches Zeichen für Menschlichkeit, Erinnerung und Versöhnung.
Im Gespräch
Was reizt dich am Programm „Nie Wieder Ist JETZT“?
Es ist ein Programm, das das Saxofon in einen ungewöhnlichen Kontext stellt — neben Streichern und Klavier in Werken, die zwischen Trauer, Stille und Aufruf stehen. Die Klangfarbe des Saxofons kann Erinnerung anders tragen als ein Streichinstrument; das ist gerade in einem Erinnerungsprogramm eine wichtige Stimme.
Wie funktioniert das Saxofon in einem klassischen Kammermusik-Programm?
Das Saxofon ist seit dem späten 19. Jahrhundert Teil klassischer Kompositionen — von Bizet über Ravel bis zu zeitgenössischen Werken. In Kammermusik-Besetzungen verlangt es allerdings sehr genaues Hören auf die Streicher, weil das Instrument schnell zu laut wird. Genau diese Disziplin ist es, die mich am Format reizt.
Du bist auf Menorca aufgewachsen und lebst heute in München. Wie verändert sich dein Spiel zwischen den beiden Orten?
Auf Menorca ist Musik Teil des Alltags, oft sehr offen und improvisierend. München ist das Gegenteil — strukturiert, sehr ernsthaft, mit hoher Konzertdichte. Ich versuche das Beste aus beiden mitzunehmen: die Spielfreude aus Spanien und die Genauigkeit aus Deutschland.
Was bedeutet dir das Spielen mit den Münchner Kollegen Simon Luethy, Kairi Fuse, Thomas Haas und Haruka Ogawa?
Das sind alles Musiker:innen, mit denen ich seit einiger Zeit in der Münchner Szene arbeite. Bei einem Programm wie „Nie Wieder Ist JETZT“, das sehr konzentriertes gemeinsames Hören verlangt, ist Vertrauen wichtig. Mit diesen vier zu spielen heißt, dass die Probenarbeit von Anfang an inhaltlich ist.
Was unterscheidet den Johannissaal in Schloss Nymphenburg für das Saxofon?
Das Saxofon ist ein körperlich gespieltes Instrument — jeder Atemzug zählt. Der Johannissaal mit seiner kammermusikalischen Nähe und der historischen Akustik trägt diese Direktheit besonders gut. Hier kann man die Klangfarbe des Saxofons als das hören, was sie ist — eine sehr menschliche Stimme.